Bildergalerie des SAC Stockhorn

     
 
  • Clariden 19. + 20. 05.2018 (!)

    78 Fotos

    Tourenleiter: Martin Bachmann
    Teilnehmer: Lerch Ueli, Wiedmer Chantal, Roth Thomas, Vögeli Peter, Küng Hans, Wyss Christian, Pio Orietta, Leutenegger Dominic, Adrian Zeller

    Die verbreiteten Wolkenfelder am Himmel verfärben sich rot-orange und schon blinzelt der erste Sonnenstrahl hervor, als unsere Gruppe unter der Führung von Martin die Hänge oberhalb vom Klausenpass Richtung Tierälpligrat hochsteigt. Um 03.00 Uhr sind wir im Raum Thun los- und via Brünigpass, Altdorf hergefahren, haben die Tour um 05.30 Uhr begonnen und gewinnen nun auf tragendem Hartschnee rasch an Höhe. Beim früher recht schwierigen, heute wegen Gletscherschwund nicht mehr so steilen Iswändli erreichen wir die 3000-er Höhenzone, da wird der Blick frei zum Vorgipfel des Clariden, wo sich wie zuvor schon in der Aufstiegsspur beim Skidepot ganze Heerscharen von Skitourenfahrer/Innen tummeln. Wir steigen dort in gutem Trittschnee zum Vorgipfel hoch und in die Lücke vor dem Hauptgipfel wieder vorsichtig ab. Steigeisen montieren, mit schweren Rucksäcken und mit aufgebundenen Skis den mit Stahlketten etwas entschärften Blockgrat hinaufklettern, das lässt den Puls rasen. 10.15 Uhr erreichen wir das Gipfelkreuz auf dem Clariden. Kumuluswolken steigen hoch, die Sicht wird diffus, also beginnen wir rasch die Abfahrt über den Osthang auf den Claridengletscher hinunter. In einer seidenfeinen Schicht aus Graupel und Pulverschnee kurven wir vergnügt, aber vorsichtig zur Claridenhütte auf 2451m hinunter. Diese ist lieblich eingerichtet und der Aufenthalt im gut ausgestatteten Winterraum ist sehr angenehm. Apéro im Sonnenschein vor der Hütte, wunderbares Nachtessen von Martin zubereitet und von uns Teilnehmern hochgetragen, während dem es beim Einnachten draussen stark schneit, dann legt man sich zeitig schlafen.
    Tagwache 03.30 Uhr, Sterne am Himmel, also Morgenessen und losmarschieren um 05.00 Uhr in der Morgendämmerung. Es liegt 10cm Neuschnee auf nasser Unterlagen, das bewirkt bei den meisten unangenehme Stollenbildung, trotzdem kommen wir zügig voran. Zügig ist dann auch der Wind, welcher uns zum Claridenpass hin empfängt. Unser Tagesziel das Gross Schärhorn liegt in dichtem Nebel, also entscheiden wir uns für die sichere Variante des Ausstiegs über das Chammlijoch. Dort wird die Sicht besser und gegen Norden hin ist sogar Sonne erkennbar. Wir kommen nun quasi als Dessert in den Genuss einer Pulverschneeabfahrt, unterhalb 2400m dann auf tragendem Hartschnee zurück zu unserem Ausgangspunkt am Klausenpass. Obschon wir das Gross Schärhorn heute nicht besteigen konnten, so hatten wir doch insgesamt grosses Wetterglück und konnten zwei kameradschaftlich tolle Mai-Wintertage zusammen verbringen.

    Sa, 19.05. Clariden-Claridenhütte, 11.5km, 5,5 Std, 1340Hm
    So, 20.05. Claridenhütte – Chammlijoch - Klausenpass, 12,5km, 5Std, 710Hm

    Danke Martin für die tiptope Organisation und Führung der Tour!

    Adrian Zeller

  • Aletschhorn 8.+ 9. Mai 2018

    93 Fotos

    Tourenleiter: Martin Bachmann
    Teilnehmer: Klaus Schläppi, Adrian Zeller

    Martin hat die Tour aufgrund der Wetterprognose 2 Tage vorverschoben doch die fehlende Hochdrucklage verspricht keine Gipfelgarantie.
    Start nach der Fahrt mit der ersten Bahn auf das Jungfraujoch und Abfahrt über den Jungfraufirn - Konkordiaplatz und den grossen Aletschgletscher bis zur Mündung des Mittelaletschtals. Aufstieg in der Mittagssonne über den Mittelaletschgletscher zum gleichnamigen Biwak auf 3013m und weil man gerade dran war noch weiter als Erkundung bis zum Aletschjoch 3623m. Leichter Nebel zieht auf, also Abfahrt zurück in's Biwak. Kurze Regeneration dann bereitet Martin mit von uns mitgetragenen Lebensmitteln und Kocher ein schmack- und nahrhaftes Nachtessen zu, mit geschmolzenem Schnee kochen wir Tee. Kurz nach einnachten gibt es dann Nachtruhe. Dankdem wir tatsächlich die einzigen im Biwak sind, können wir recht gut schlafen, bis uns um 03.30 Uhr der Wecker aus den Wolldecken holt. Morgenessen im Schein unserer Stirnlampen und Abmarsch um 04.35 Uhr bei -2°C und nur leichter Bewölkung. Dank unserer gestrigen Spur schaffen wir trotz 5cm gefallenem Neuschnee den Aufstieg in's Aletschjoch gut. Dort treibt uns bei aufgehender Sonne stürmischer Wind Eiskristalle in's Gesicht. Mit aufgebundenen Skis geht's über einen scharfen, verwächteten Grat zum ersten Firnfeld und über diese mit Skis immer steiler hoch bis unter den Vorgipfel. 08.05 Uhr, 4030m, Skis wieder aufbinden und gut 40° steil zu diesem hoch. Wieder mit Skis über das obere Firnfeld bis zum Skidepot auf 4130m. Zuletzt gelangen wir in kombinierter, leichter aber teils ausgesetzter Kletterei um 09.14 Uhr auf den Gipfel des Aletschhorns (4193m). Wir haben grosses Wetterglück, denn die meisten umliegenden Gipfel hüllen sich in Kumuluswolken, aber das Aletschhorn bleibt davon verschont. Abstieg in's Skidepot und Abfahrt in etwas windgepresstem, aber schön fahrbarem Pulverschnee bis zum unteren Firnfeld. Beim anschliessenden abrutschen über einen gegen 50° steilen Hang direkt auf den Mittelaletschgletscher ist ausrutschen absolut verboten. In schönem Sulzschnee kurven wir dann über weite Hänge zum Biwak zurück. Zusammenpacken, Biwak abschliessen und weiter geht's talwärts bis zur Mündung in den Grossen Aletschgletscher. Diesen überqueren wir in gut einer Stunde, danach folgt zum Dessert nochmals ein Aufstieg über gut 300Hm in die Lücke Biel (Bettmeralp) und eine letzte Abfahrt über Pistenreste nach Bettmeralp hinunter.

    Di, 08.05. Zustieg, 26km, 8 Std, 1556Hm
    Mi, 09.05. Aletschhorn, 23km, 11Std, 1675Hm

    Danke Martin für die tiptope Organisation und Führung der Tour!

  • Planetenweg Burgdorf-Wynigen vom 09.05.2018

    25 Fotos

    Das gut gelaunte 6 er Grüppli startet gemütlich in Burgdorf. Die stolze Burg wacht über unseren Weg durch die Stadt. Es wird nur kurz anstrengend die hohle Gasse hinauf auf den Binzberg, wo uns die Sonne in zweifacher Ausführung erwartet. Eine ist im Massstab 1 : 1 Milliarde und einmal die Echte. Immer wieder treffen wir auf einen Planeten. Eindrücklich wird uns bewusst wie klein unser Universum ist und wieviel kleiner wir selber. Bei Jolanda dürfen wir picknicken und bräteln. Wir werden mit Gipfeli, Cafe und Schnaps verwöhnt. Wala und Kari nehmen das Taxi von dort aus und die restlichen Vier folgen weiter dem Weg, an riesigen californischen Mammutbäumen vorbei, bis ans Ende unseres Universums das bei Wynigen liegt... Alle zusammen reisen wir dann mit dem Zug wieder nach Hause. Es war ein gemütlicher Tag mit euch, danke allen.
    Chantal

  • Skitour Gwächtehorn-Sustenhorn vom 05-06.05.2018

    23 Fotos

    Drei 3000er in 20 Stunden
    Wir, ein illustres Grüppchen, bestehend aus Caroline, Claudia, Elisabeth, Jürg, Chlöisu, Linus, Oliver, Ruth, Urs und mir, brechen am Samstag morgen des 5. Mai unter der Tourenleitung von Ueli Lerch in der Bäreggkurve zu einer 2 tägigen Skitour rund um den Steigletscher auf.
    Bei schönstem Frühlingwetter wandern wir zügig vorbei am gefrorenen Steisee, die sulzigen Hänge hoch, vorbei an Eisskulpturen und eindrücklichen Gletscherabbrüchen, bis wir kurz vor der Tierberglihütte einstimmig beschliessen, gemeinsam noch den Vorder Tierberg zu attackieren. Die letzten Höhenmeter ähneln einer Himmelsleiter, steil aufwärts, dem Gipfel des Vorder Tierberg entgegen. Schliesslich stehen wir auf 3091m und geniessen eine traumhaft schöne Weitsicht.
    Schöne, leicht sulzige Hänge führen uns direkt in die Tierberglihütte. Während einige das kühle Bier geniessen und Caroline unermüdlich Origami faltet, schieben sich Wolken und Nebelschwaden vor die Sonne. Langsam breitet sich draussen die Dunkelheit aus und wir geniessen in der gemütlichen Stube ein stärkendes, feines Nachtessen. Danach legen wir uns müde aber glücklich in unsere zu kurzen Betten.
    Am Sonntag früh um 6.00h, verlassen wir die Hütte Richtung Gwächtenhorn. Wir kommen gut voran und stehen 2 ½ Stunden später bestens gelaunt und bei prächtiger Aussicht auf dem Gipfel des Gwächtenhorns (3420m). Die anschliessende Abfahrt ist unbeschreiblich schön, es fährt sich wie durch Butter. Aber das ist noch nicht alles: Mitten auf dem Steigletscher ziehen wir unseren Skis die Felle nochmals über und nehmen unser nächstes Ziel, das Sustenhorn (3503m) in Angriff. Jetzt wird es heiss und anstrengend, aber oben angelangt verspüren wir nur Freude und Stolz und bestaunen die atemberaubende Sicht auf unzählige Gipfel.
    Die rund 10km lange Abfahrt besteht im oberen Teil aus noch leicht gefrorenem Untergrund, wird dann leicht sulzig, bis in tieferen Lagen schwerer Sulzschnee unser skifahrerisches Können auf die Probe stellt. Im Restaurant Rösti in Nessental lassen wir die beiden abenteuerlichen Tage ausklingen. Danke Ueli es war – ja – mir fehlen die Worte.

    Monika Zimmermann

  • Besichtigung Hagneck - Kraftwerk vom 02.05.2018

    39 Fotos

    Tourenleiter: Edy Biderbost

    Gegen halb acht Uhr trafen sich 15 Teilnehmende und der Tourenleiter Edy im Bahnhof Thun zu einer leichten Wanderung im Seeland.
    Wir starteten bei kühler Temperatur und bedecktem Himmel in Hagneck. Nach einer kurzen Waldwanderung erreichten wir ein erstes Tagesziel, das 2015 eröffnete Wasserkraftwerk Hagneck. Der ausgewiesene Fachmann, C. Steiner, erklärte uns das moderne Kraftwerk mit einer jährlichen Energieproduktion von 110 Gigawatt-stunden. Diese ökologische Meisterleistung befindet sich in einer geschützten Au-enlandschaft von nationaler Bedeutung. Interessant war neben der Besichtigung der technischen Anlagen auch das einzigartige Fischumgehungsgerinne, das ei-nem flachen Wildbach nachempfunden ist.
    Nach diesem interessanten Rundgang und beeindruckendem Einblick in die Welt der Wasserkraft setzten wir die Wanderung auf dem Geschichtenweg entlang dem Bielersee fort. Zwischen Feuchtwiesen, Verlandungszonen und quer durch den Auenwald gelangten wir auf dem Uferweg über Gerolfingen-Mörigenbucht nach Lattrigen.
    Dort erwartete uns unser zweites Tagesziel. Margrit hatte das Holzfeuer bereits vor-bereitet und während wir den Aperitif geniessen durften, brutzelte das Fleisch und die verschiedenen Würste auf dem Grillfeuer. Welch wohlverdientes Mittagessen; bei Kaffee (teilweise mit bestem Kräuter verfeinert) und Kuchen unterhielten wir uns bestens.
    Darnach wagten einzelne Teilnehmende sich zu Fuss bis nach Biel. Die Mehrheit hat aber den Zug für die Rückfahrt gewählt.
    Herzlichen Dank an Edy für die interessante Wanderung und Margrit für die Bewirtung!

    Text: Rolf Greter

  • Höhenweg über der Tosaebene 25.04.2018

    34 Fotos

    Am Bahnhof Thun trafen sich 20 SAC Mitglieder zu dieser Wanderung in die Ossola.
    In Domodossola merkten wir bald, dass heute in Italien ein besonderer Tag ist, nämlich das "Anniversario della Liberazione / Gedenktag der Befreiung 1945". Dieser Tag hat einen ähnlichen Stellenwert wie der am 2. Juni gefeierte "Fondazione della Republica / Gründung der Republik". Dies bekamen auch wir zu spüren, indem der übliche Busverkehr der Firma Comazzi heute eingestellt war. Doch das war für Caroline kein Problem, bestellte sie doch gleich für uns Privattaxis, welche uns für "ein gutes Trinkgeld" an unseren Ausgangspunkt, nach Cresti chauffierten. Hier konnten wir uns noch mit einem Cappuccino oder ev. einem Apérol-Spritz für unsere bevorstehende Tour stärken.
    Bei sommerlichen Teperaturen gings bald aufwärts Richtung Sogno auf z.T. alten Säumerpfaden, durch lichte Wälder, über kleinere Schluchten und an ursprünglichen Siedlungen vorbei. Auf halbem Wege erreichten wir Tappia, das "Highlight" des Tages, nämlich "La cantina di Tappia Zaretti", wo wir auf der wunderschönen Terrasse, mit Sicht auf die Tosaebene, fürstlich mit diversen Antipasti, einheimischem Wein und zum Schluss noch mit Kaffee und einem Kräuterlikör verwöhnt wurden. Weiter gings auf romantischem Wanderweg an der eindrücklichen Kirche "Sacro Monte Calvario" vorbei Richtung Domodossola.
    Hier blieb uns noch genügend Zeit für ein feines Bier, eine Gelati oder Einkäufe, bis uns der Zug wiederum Richtung Thun führte.

    Danke Caroline für den wunderschönen Tag. Doris Boss